Schriftarten schätzen

13.04.2013 - 19:00 - Köln

Schätzen (Anja)

Typographie (Daniel)

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Niemand kam an diesem Abend auf die Idee zu fragen, oder gar zu schätzen, wie viele Schriftarten es wohl so gibt auf der Welt. Wir saßen wirklich sehr gemütlich in Nils Küche und wieder einmal zeigte sich, dass wir mit der Begrenzung auf 20 Leute ziemlich gut liegen. Unvorstellbar, dass es in Köln einen Küchentisch gibt, an dem noch mehr Personen Platz finden.

Anja kam ganz frisch aus Park aus der Sonne, einer der ersten warmen Tage in diesem Jahr. Und schon gings los, wie schätzten Entfernungen, Größen, Gewichte, Zeit, Alter und vieles mehr. Wie breit ist ein Fluß, wie hoch ein Baum und wie viel Mehl ist noch in der Tüte? Anja nutzt hierfür einfache Hilfsmittel wie ihren Daumen, den Unterarm oder ihre Schrittlänge, die sie sich mal gemerkt hat und wendet dann meist den Strahlensatz an, um ihren Schätzwert zu berechnen. Und wir haben fleißig nachgemessen und verglichen, was sehr viel Spaß gemacht hat. Mein Unterarm misst 48cm, gut zu wissen! Aber warum macht sie das? Ah, der Papa hat dieses Interesse geweckt. Er wollte nämlich, dass die kleine Anja endlich mal ein bischen besser wird – in Mathematik.

Am Ende unserer üblichen Vorstellungsrunde hat sich dann Daniel vorgestellt. Er ist Grafikdesigner und verrückt nach Schriften. Wir durften einen ausgefeilten Vortrag über Schriftenfamilien, Schnitte, Serifen und vieles mehr genießen. Irgendwie stammen alle Schriftarten von einer Ur-Schrift hab, hab ich mir so gemerkt, doch an deren Namen kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Wirklich ein Licht aufgegangen ist mir, als uns Daniel verschiedene Kombinationen aus Überschriften und Fließtexten an die Wand geworfen hat. Spätestens dann hat wirklich jeder erkannt, was man mit guter oder schlechter Typografie ausrichten bzw. anrichten kann. Man darf nämlich nur bestimmte Schriftenarten miteinander kombinieren, sonst tut es weh! Daniel hat 60.000 Schriften auf einer Festplatte, wie viele mag es wohl noch geben?

Danke Anja, Daniel, Gesa und Nils!

Ein Bericht von: Hannes