Zwischen eingemacht und ausgebüchst

16.03.2012 - 19:30 - Köln

Eingemacht (Simon)

Ohne Wohnung wohnen (Oliver)

P1020089 Austauschhafen Kita 9 P1020098-1024x576 P1020096-1024x576 Austauschhafen-Kita-7

Der zweite Abend des Austauschhafen März fand in einer Kita in Köln Nippes statt. Wir konnten gemütlich in einem Raum mit Sitzkissen, Matten und Kinderstühlen und buntem Geschirr den Abend genießen. Den ersten Beitrag übernahm Simon mit einer Einführung in die Kunst, Lebensmittel haltbar zu machen. Vom Einkochen übers Einfrieren bis zum Einlegen, vom Zuchini-Chutney zum Zuchini-Ketchup, von der eigenen Marmelade hin zum eigenen Holunderblütensirup oder sogar Holundersekt. Es waren einige leckere Ideen dabei, die wir auch alle gemeinsam probieren durften. Ein paar Rezepte von Simon findet ihr am Ende dieses Beitrages.

Nach Simon berichtete uns Oliver von seiner Zeit ohne festen Wohnsitz. Fast zwei Stunden hörten wir gespannt sowohl ernste als auch lustige Erlebnisse aus dieser Zeit, die Oliver extra mit Musik untermalte.
An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei der Kita Rehkids für die Räumlichkeiten bedanken. Und auch ein ganz herzliches Dankeschön an Simon und Oliver. Schön, dass ihr euer Wissen und eure Erfahrungen mit anderen geteilt habt. Es war wirklich ein sehr sehr spannender und interessanter Abend.

Und hier die Rezepte von Simon:
___________________________________________________

Holundersekt- Rezept

Minimum 20 Blütendolden
5l Wasser (Kalt)
1-2 Gewaschen Zitronen in Scheiben
100ml -125ml Weinessig oder Weinsteinpulver
500g Zucker

Zitronen waschen und in Scheiben schneiden. Dolden waschen und in einen Steintopf legen und 5 Liter Wasser mit dem Essig, dem Zucker und den Zitronenscheiben darüber gießen. Den Topf mit einem Tuch bedecken und an einen warmen, sonnigen Ort stellen. Die Flüssigkeit ab und zu umrühren.Nach 2 bis 4 Tagen setzt die Gärung ein. Dann die Flüssigkeit durch ein Tuch gießen und in Flaschen füllen. Kühl lagern.
Nach 8 Tagen kann der Sekt getrunken werden.ACHTUNG: Nur sehr stabile Flaschen verwenden, da viel Druck im Gärungsprozeß entsteht z.B. Flaschen mit Bügelverschluss, oder Sektflaschen mit gesichertem Korken. Die Flaschen vorsichtig öffnen und langsamden Druck entweichen lassen, da sonst eine Sauerstoff- Holunder Reaktionsvulkan entsteht der die Flasche im Nu leert.
___________________________________________________________

Zuchiniketchup:

3 kg Zuchini
1 kg Zwiebel
2 Eßl. Salz
1 kg Zucker
1 l Essig
2 Eßl.Chillipulver oder echter Chili nach Geschmack
3 Eßl.Curry
3 Eßl.Paprikapulver, süß und scharf
3 Eßl.Senf, ich nehme den süßen Senf
1/2 Tube Tomatenmark
3-6 Eßl. Stärke zum eindicken nach Bedarf… (hab ich nicht benutzt)

Zubereitung:
Zuchini, Zwiebel und Salz 2 Stunden ziehen lassen. Mit der Flüssigkeit und den anderen Zutaten weichkochen, pürieren. Am Schluß das alles mit Stärke/ Mondamin eindicken nach Wunsch und dieden heissen Brei in warme sterilisierte Schraubgläser füllen. Fertig.
Der volle Geschmack entwickelt sich erst mit der Zeit.
_____________________________________________________________

Eingelegte Curry Zucchini (ähnlich eingelegte Gurke)

Zutaten für eine kleine Portion für ca. 2×300 ml Gläser … wer mehr machen, will einfach hochrechnen.

Ca. 350 g Zucchini, kleine
1 kleine Zwiebel streifig geschnitten
200ml Obstessig
150ml Wasser
60 g Honig (mehr oder weniger nach Geschmack)
1/2 Tlf. ganze Senfsamen (2 g)
10 weisse Pfefferkörner
14 Wacholderbeeren
1 Tlf. Salz (7 g)
1 Tlf. Curry Madras (2 g)

Zubereitung:
(1) Zucchini waschen, vierteln, Kernhaus aushöhlen und in mundgerechte Stücke schneiden.

(2) Zwiebeln in Streifen schneiden. 2 ausgekochte Gläser mit Schraubverschluss mit je 7 Wacholderbeeren, je 5 Pfefferkörnern und je der Hälfte der Senfsamen beschicken.

(3) Aus den übrigen Zutaten einen Sud kochen, 2 Minuten kochen lassen, dann Zwiebeln und Zucchini hinzugeben und vom Moment des Aufkocken an 1 bis 2 Minuten kräftig kochen. Mit Salz nochmal abschmecken. Sofort in warme sterilisierte Gläser füllen und verschliessen.

Die Curry Zucchini mindestens 1 Monat ziehen lassen.

Ein Bericht von: Thorsten